Referenzobjekte

Gibt es Referenzobjekte, mit den selben oder ähnlichen Eckpunkten; genossenschaftlich organisiert, reine gewerbliche Nutzung, selbstverwaltet und im Baurecht?

Zürich Oerlikon:
Bekannt sind uns die Gewerbehaus-Genossenschaft Oerlikon (GGO) gegründet 1971, gebaut 1975 mit dem Oerlikerhus in Zürich. Das Gebäudevolumen entspricht dem Dreifachen des Gewerbehaus Taggenberg.
Der Baurechtsvertrag wurde letztes Jahr vorzeitig um 30 Jahre verlängert auf Total 92 Jahre.
Das war notwendig um in Renovationsarbeiten investieren zu können. Die Zustimmung für die Verlängerung vom Gemeinderat war einstimmig. Der Betrieb funktioniert sehr gut, obwohl die Architektur eher durchschnittlich ist und die Logistik viel Platz beansprucht. Es gibt wenige Mieterwechsel
und die Mieten liegen unter den marktüblichen Preisen.
Zollikon:
Die Genossenschaft Gewerbe Zentrum Zollikon (GZZ) wurde 1960 gegründet, gebaut 1965, auch dieser Betrieb verläuft problemlos.
Herausragend sind hier die Qualität der Architektur und die Vielfalt der Nutzer.
Auch hier ist der Mieterwechsel gering und die Mieten liegen unter den marktüblichen Preisen.
Zürich Altstetten:
Die Genossenschaft Gewerbehaus Altstetten (GGA West), gegründet 1966, gebaut 1974, 2008/2009 Sanierung. Baurechtsvertrag mit der Stadt.
Die Nutzfläche beträgt 11'795 m2.
Rheinfelden:
Die Genossenschaft Gewerbehaus Q-37 (GGQ37), gegründet 2005, gebaut 2006. Baurechtsvertrag mit dem Kanton. Der Kanton hat auch Anteilsscheine von der GGQ37. Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von 6'800 m2, dient auch als Lärmschutz für die benachbarte Wohnüberbauung.

Weinigen Gubrist:
Die Genossenschaft Gewerbehaus Weiningen (GGW) mit dem Gewerbehaus Gubrist hat betrieblich sehr gut funktioniert. Weil dort aber die 3. Röhre geplant wird, war die GGW grösseren Turbulenzen ausgeliefert und wurde 2013 liquidiert.
Ursprünglich 1981 auch als Lärmschutz für Weinigen gebaut, wird das Gewerbehaus weiterhin diesem Zweck dienen.
Die GGW wurde entschädigt. Wie und ob das Gebäude genutzt wird, hängt von der weiteren Planung
des Kontenpunkts Gubrist und der neuen, 3. Besitzerin ab. Es gab Bestrebungen der GGW, auf einem neuen Grundstück nochmals ein Gewerbehaus zu bauen, diese zerschlugen sich aber, als die GGW entschädigt wurde. Das Projekt ist noch Bestandteil, wird aber nicht von der GGW realisiert.
Was wäre die Folgerung aus dieser Analyse?
Es ist von Vorteil, wenn der Baurechtsgeber auch ein Interesse an der betrieblichen Leistung der Nutzer hat. Eine Genossenschaft als Trägerschaft ergibt in der Praxis keine markanten Probleme.
Gibt es Objekte welche in Planung sind?
Basel Gewerbehaus Neudorf:
Die Basler Regierung hat im Juni 2013 beschlossen, das 4'300 m2 Areal an der Neudorfstrasse dem produzierenden und handwerklichen Gewerbe im Baurecht zu Verfügung zu stellen. Darauf folgte eine Ausschreibung. Gewerbler, die das Projekt gemeinsam realisieren wollten, liessen sich jedoch nicht finden.
Der Kanton Basel Stadt machte darauf im Juli 2014 eine 2. Ausschreibung und reduzierte den Baurechtszins um 13%. Die Steiner AG aus Zürich erhielt nun den Zuschlag und entwickelt das Projekt "Werkarena". www.werkarena-basel.ch
Steffisburg raum 5:
Das Areal Aarefeld umfasst eine Gesamtfläche vom 39'000 m2. Die Gemeinde Steffisburg möchte das Areal einer Betreibergesellschaft (Aktiengesellschaft) im Baurecht abgeben. Mittels Studienwettbewerb erstellte sie eine Grundlage für die weiter Planung. Es sollte möglich seine, dass Mieter auch Aktionäre werden können.